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BEINSCHMERZ
chronischer Beinschmerz
13.
Extremitätenschmerz
13.1
Armschmerz
13.2
Beinschmerz
Ein Bei nschmerz kann durch unterschiedlichste Erkrankungen hervorgerufen werden. Der besseren Übersicht wegen werden diese in vier Hauptgruppen unterteilt:
1. Bei nschmerz bei dem der Ischias nerv (N. isch iadicus) einschließlich seiner Endäste beteiligt ist, bzw. die Schmerz reizleitung ausschließlich oder überwiegend über diesen Nerv erfolgt.
2. Bei nschmerz bei dem der vordere Oberschenkel nerv (N. femoral is) einschließlich seiner Endäste beteiligt ist, bzw. die Schmerz reizleitung ausschließlich oder überwiegend über diesen Nerv erfolgt.
3. Bei nschmerz bei dem (andere) Nerven des Pl exus lumbal is (= Nervengeflecht dessen Wurzeln dem Rückenmark der mehr oberen Lendenwir belsäule entstammen) beteiligt sind, bzw. die Schmerzreizleitung über diese Ner ven erfolgt.
4. Bei nschmerz der von den Blutgefäßen (Adern, Schlagadern) ausgeht (z.B. arterielle Verschlußkrankheit, arterielle Durchblutungsstörungen).
5. andere Ursachen
ad1:
Der Begriff "Ischialgie" beschreibt einen
Beinschmerz, der im Verlauf des
Isch ias-Nervs
(Gesäß, rückwärtiger Ober-, äußerer und hinterer
Unterschenkel sowie
Fuß bis zur
Groß
zehe vor) auftritt, wobei die
Schmerz
en aber nicht den
kompletten Nervenverlauf umfassen müssen, sondern es können je nach Ursache auch
einzelne Abschnitte betroffen sein.
Eine der häufigsten Schmerzursachen für einen
Bei
nschmerz im Ausbreitungsgebiet des N.
isch iadicus ist der periphere
Projekt ionsschmerz
(= mehr oberflächliche
Schmerzausstrahlung bzw. Schmerzverlagerung)
bei Affektionen (=
Störungen, Erkrankungen) der spinalen
(= das Rückenmark betreffenden)
Ner venwurzeln L4-S3. Eine Isch ialgie aufgrund dieser Schmerzursache geht
meist, aber nicht zwingend, mit
Schmerz en im Lumbalbereich (Lumbalgie)
einher, in diesem Falle lautet die Diagnose dann
Lumboischialgie.
Die
echte
Ischias -
Neuralgie
(Isch iadikus-Neuralg ie), als eigenständiges
Krankheitsbild, gekennzeichnet durch einen häufigen, attackenförmigen
Bei
nschmerz
von
wenigen Sekunden Dauer entlang des Nervenverlaufs ist selten.
Nicht selten
entstehen
Ischiasschmerzen infolge von Verletzungen oder iatrogen
(= durch ärztliche
Einwirkung verursacht) durch
Operationen im Bereich der Hüf te und des Oberschenkels. Meist bestehen dann
Dauerschmerzen bzw. länger anhaltende Schmerzepisoden.
Ein
Beinschmerz kann auch
durch falsch gesetzte Spritzen ins
Gesäß
entstehen. Gefürchtet sind dabei
besonders Rheumamittel. Das Schmerzbild ist dem einer
Kausalgie
(= typischer Schmerz bei
einer
Nervenverletzung) ähnlich
(brennender
Schmerz
charakter mit schmerzhaften Empfindungsstörungen).
Eine
schmerzhafte Neuritis
(=
Nervenentzündung) des
Ischias kann durch die
Zuckerkrankheit (auch im Rahmen einer
Polyneuropathie) oder auch durch
Alkoholmißbrauch entstehen. Der länger anhaltende
Bei
nschmerz tritt bei
dieser Ursache meist beiderseitig auf.
Auch Vergiftungen mit einem
Schwermetall (z.B. Thallium, Blei, DDT) können im Sinne einer
Neuritis zu
einem
Ischiasschmerz führen. Typisch sind dabei motorische und
sensible
(= die
Muskelkraft und die Empfindung betreffende)
Störungen oder gar Ausfälle.
Folgende Schmerzsyndrome treten i.d.R. lokal begrenzt auf, können aber auch ins ganze Be in ausstrahlen:
Isolierte
chronische Schmerzen im Bereich der
Unterschenkel
außenseite und des
Fußrücken
s (seltener mit Ausstrahlung ins ganze
Bei n) können auf ein
Fibulaköpfchensyndrom zurückzuführen sein. Am
Fib ulaköpfchen
(= Köpfchen des Wadenbeins)
liegt der N. peroneus communis
(= ein Nervenast des Is chias) unmittelbar am
Knochen
und kann dort leicht komprimiert werden, so z.B. durch einen Gipsverband, oder
durch Brüche und Verrenkung in diesem Bereich. Für ein
Fibulaköpfchen-Syndrom sind
nach unten ausstrahlende Schmerz en bei Druck auf den Nerv hinter dem Köpfchen
des Wadenbeins typisch.
Das subakute oder chronische
Tibialis anterior-Syndrom, ebenfalls ein sog.
Kompressionssyndrom, geht mit
einem Schmerz an der
Schienbein
vorderseite einher, verursacht durch eine
Nervenkompression in der Tibialisloge
(= die sog. Streckerloge, ein Raum mit geringer Ausdehnungsmöglichkeit).
Das akute Ti bialis anterior-Syndrom ist ein Notfall, der sofort operativ
behandelt werden muß (Druckentlastung durch Spaltung der bindegewebigen
Muskelumhüllung).
Das vordere
Tarsaltunnelsyndrom entsteht am
Fuß
rücken
durch Kompression des N. peroneus profundus
(= Nervenast des Is chias)
unter dem Ligamentum cruciatum (=
gekreuztes Bindegewebsband), so z.B.
durch zu enges Schuhwerk. Druck auf das Ligamentum verstärkt die Beschwerden am
Fußrücken.
Das hintere
Tarsaltunnel-Syndrom, ebenfalls ein sog.
Nervenkompressionssyndrom, entsteht durch eine Kompression zwischen
Innenknöchel und Retinaculum flexorum
(= Halteband für die Beugemuskulatur zwischen Innenknöchel und Fers enbein).
Typischerweise treten Schmerz en und Gefühlsstörungen an der
Fußsohle, vor allem
beim Gehen und nachts auf.
Die
Morton-Neuralgie, eine sog.
Metatarsalgie
(=
Mittelfußschmerz)
ist auf eine Neurombildung
(= gutartige
Nervenauftreibung) durch Druck auf die Nn.
digitales II-IV (= Nerv en, die die Zeh en versorgen)
zurückzuführen. Die Patienten klagen über
Brennschmerzen im Bereich der vorderen
Fußsohle. Der
brennen de Schmerzcharakter gibt Anlaß zur Verwechslung mit einer
Sympathalgie
(= Schmerz
aufgrund einer Reizung des unwillkürlichen Nervensystems).
ad.2:
Irritationen und Schädigungen des vorderen Oberschenkelnervs (N. femoralis)
können entsprechend dem ausgedehnten Versorgungsbereich zu einem vielfältigen
Beinschmerz führen.
Der Nerv versorgt sensorisch
(= die Empfindlichkeit betreffend)
die Vorderseite und die mehr untere Innenseite des
Oberschenkel
s
sowie die
mittlere
Knie
region
und streifenförmig die Haut an der inneren und vorderen Fläche des
Unterschenkel
s
bis zum inneren
Fuß
rand
((N. saphenus
(= Endast des N. femoralis)).
Im Verlauf des vorderen Oberschenkelnervs (N. femoralis) gibt es aber bevorzugte
typische Irritations- oder Schädigungslokalisationen:
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- Ner venwurzeln L1-L4 (= 1. bis 4. Lendenwirbelsäulensegment); |
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weiblichen Genital e, Operationen wie Herniotom ie (= Leis tenbruch- |
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Operation), Hysterektomie (= Entfernung der Gebärmutter), TEP |
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(= künstliches Hüftgelenk) und aortofemoraler Bypass (= künstliche |
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Gefäßverbindung zwischen der Bauch und Oberschenkelschlagader), darüber |
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hinaus Aneurysmen (= krankhafte Wandausbuchtungen einer Schlagader), |
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Einblutungen infolge einer Behandlung mit Marcumar (= ein Mittel zur |
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Blutverdünnung) und Bestrahlungsfolgen; |
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- Bereich des Ligamentum inguinale (= Leistenband): Kompression durch |
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eine Schenkelhernie (= Leis tenbruch); |
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- Bereich des Kniegelenk s: Ergußbildung (Reizerguß). |
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ad3:
Die
Meralgia paraesthetica ist eine isolierte
Neuritis
(=
Nervenentzündung)
des Nervus cutaneus femoris lateralis und äußert sich in brennenden Schmerz en und Empfindungsstörungen an der Oberschenkelaußenseite sowie Druckschmerz
einwärts vom vorderen oberen Darmbeinstachel.
Ursachen: mechanisch (Kompressionssyndrom, bedingt durch Druck unter dem Leistenband oder auch
Druck- oder Zugeffekte im Nervenverlauf, v.a. am Austrittsort aus dem
Becken),
toxisch (= durch
Gifteinwirkung verursacht) z.B. bei
Alkoholismus, infektiös
(= durch Ansteckung
verursacht) z.B. bei Syphilis.
Bei
nschmerz in Folge einer
Nervenstörung oder
Nervenschädigung des obturatorius:
Entsprechend dem Versorgungsgebiet treten Schmerz en
und Parästhesien
(= schmerzhafte Mißempfindungen)
im Bereich des mehr unteren und inneren
Oberschenkel
s mit Ausstrahlung ins
innere und untere
Knie gelen k
auf. In seinem relativ achsennahen Verlauf kann
der Nerv durch benachbarte Prozesse geschädigt werden: z.B.
Bandscheibenprolaps, Störungen im Bereich des M. psoas
(=
Muskel im
Becken)
und Prozesse im kleinen
Becken. Auch bei Beckenbrüchen ist der Nerv gefährdet.
Das seltene
Wartenberg-Syndrom
ist durch einen wandernden
Bei
nschmerz
gekennzeichnet, der im Versorgungsbereich des N. obturatorius
(Oberschenkelinnenseite), N. cutaneus femoris lateralis
(Oberschenkelaußenseite) und N. femoralis (vorderer Ober- sowie innerer und
vorderer
Unterschenkel) auftritt. Typischerweise kommen Beschwerden in der
oberen
Extremität
(bevorzugt
Schulter
und
Hand)
hinzu. Die Ätiologie
(= Ursache)
und Pathogenese (=
Entstehung / Entwicklung) dieser
wandernden Polyneuritis (=
En tzündung
mehrerer Ner v en), auch als
Neuritis
migrans
(= wandernde
Nervenentzündungen)
bezeichnet, sind unbekannt.
ad4:
Beinschmerz bei venösen (= die
Adern betreffende)
Erkrankungen:
Häufigste Störung des venösen Systems ist die chronisch venöse Insuffizienz
auf der Grundlage einer venösen Abflußstörung. Diese Stauung äußert sich in
tagsüber zunehmendem Schwere- und Schmerzgefühl sowie in Beinschwellungen. Eine
venöse Insuffizienz liegt vor, wenn der Knöchelumfang morgens und abends um mehr
als 1,5 cm differiert. Bei der klinischen Untersuchung fallen eine Varikosis
(= dichtes Geflecht oberflächlicher Krampfadern),
eine livide (= bläuliche, fahle)
Verfärbung der Haut, Ödem
(= Schwellung)
und Pigmentstörungen auf. Bei weiterem Fortschreiten der Erkrankung kann es zu
ausgedehnten trophischen
(= mit Zeichen einer
Mangelernährung einhergehenden) Störungen
mit Ulcus cruris (=
Beingeschwür,
offenes Bein) kommen, begleitet von hartnäckigen
Venenschmerzen.
Häufiger verbleiben nach einer akuten Thrombo
phlebitis (=
Venenentzündung mit Verschluß durch
Blutgerinnsel) oder Thrombose
(= Bildung von Blutgerinnsel)
hartnäckige und oft auch heftige
Venenschmerzen
aufgrund eines sog.
postthrombotisches Syndrom`s (=
Krankheitszeichen die auf eine vorangegangene Thrombose zurückzuführen sind).
Beinschmerz bei arteriellen
(= die Schlagadern betreffende)
Erkrankungen:
Arterielle
Durchblutungsstörungen können sowohl organisch
(= als Erkrankung die Blutgefäße selbst betreffend)
als auch funktionell-vasospastisch (=
überschießende Gefäßverengung)
bedingt sein. Dabei sind fließende Übergänge wie beim
Ergotismus
(siehe unten) oder der Raynaud
Krankheit (siehe unten) möglich.
Die Symptome
(= Krankheitszeichen)
der organischen arteriellen
Durchblutungsstörungen hängen vom Ausmaß der
Stenosierung (=
Verengung) ab, aber auch davon, wie rasch
sich diese entwickelt, denn bei langsamem Fortschreiten können sich Kollateralen
(= Gefäße, die eine
Verengung umgehen) bilden.
Deshalb reicht
die klinische Symptomatik
(= Krankheitszeichen)
von einer unbestimmten Mißempfindung (Parästhesie) in den Bei nen über die klassische
Claudicatio intermittens (=
Schaufensterkrankheit)
bis zu heftigsten akuten Schmerz en, verursacht durch eine Embolie
(= plötzlicher Gefäßverschluß).
Bei Belastung zunehmende Schmerz en, Blässe und
Untertemperatur der Haut, abgeschwächte oder fehlende periphere Pulse und
Neigung zu Nekrosen
(= abgestorbenes Gewebe) (hpts.
Füße oder
Hände) sind die charakteristischen Merkmale.
Patienten mit einem
Bei
nschmerz bei
obliterierender Atherosklerose (=
zum Verschluß führende Verhärtung des Gefäßbindegewebes)
weisen in der Regel die bekannten Herz-Kreislauf-Risikofaktoren wie
Nikotinmißbrauch, hoher Blutdruck und Fettstoffwechselstörungen auf.
Manifestiert sich die Krankheit in relativ jugendlichem Alter, vor allem bei
Männern, muß bei exzessivem Nikotinmißbrauch an eine Thrombangi tis
obliterans
(=
Blutgefäßwandentzündung, die zum Verschluß führt)
gedacht werden. Ätiologisch (=
bezüglich einer Ursache) wird eine
Autoimmunreaktion ( =
gegen körpereigene Stoffe gerichtete Antikörper)
vermutet.
Arterielle Durchblutungsstörungen bei Diabetikern sind meist mit einer
Polyneuropathie kombiniert, die sehr häufig im Vordergrund steht. Sie
äußert sich zunächst in Kribbel
parästhesien
(= kribbelnde, z.T. auch schmerzhafte
Mißempfindungen), später in
brennenden Schmerzen, oft sockenförmig und schließlich in
Hypästhesie
(= herabgesetzte Empfindlichkeit).
Beim
Morbus Raynaud
bzw. bei der
Raynaud Krankheit,
die häufig bei Kollagenosen (z.B. Sklerodermie)
(= verhärtende
Bindegewebsveränderungen) auftritt,
führen Gefäßspasmen zu einer Unterbrechung der Blutzufuhr einzelner
Gl
ieder
und
damit zu Schmerz en, bevorzugt in den
Bei nen, in schweren Fällen sind auch
Nekrosen (= Absterben
von Körpergewebe) möglich.
Schmerz en in
den Armen oder Bei nen wie bei der arteriellen
Verschlußkrankheit, die bei
üblicherweise fehlenden Risikofaktoren vor allem von Frauen im jüngeren oder
mittleren Alter angegeben werden, können Folge eines
Ergotismus
(= Vergiftung durch
"Mutterkorn") sein. Deshalb ist die Frage
nach einer
Migräne
vorgeschichte mit Mißbrauch von
Ergotam in (= ein
Mittel gegen den akuten Mi gräneschmerz) zwingend.
ad5:
Auch die relativ seltene
Sudeck-Dystrophie (auch als
Sudeck Krankheit,
Morbus Sudeck,
CRPS TYP I,
komplexes regionales
Schmerzsyndrom Typ I oder
Algodystrophie bezeichnet) kann, obwohl
zunächst lokal begrenzt, im weiteren Verlauf zu einem heftigen
Beinschmerz
führen. Gleiches gilt für Affektionen
(= Störungen/Erkrankungen)
des
Kniegelenk
s).
Behandlung bei einem
Bei
nschmerz:
Je nach Ursache eines
Beinschmerzes gibt es oft eine auf die Grundkrankheit
abgestimmte Therapie (z.B. optimierte Zuckereinstellung bei
diabetische Polyneuropathie). Häufiger reicht diese aber
nicht aus, um das Hauptproblem, nämlich die Schmerz en, zu beherrschen. Dann sind
allgemeine schmerztherapeutische Behandlungsmethoden gefragt, die oft bei
verschiedenen Grundkrankheiten die gleichen sind, da sie sich nach dem
Schmerz
und seiner Ausdehnung und nicht mehr vorrangig nach seiner Ursache richten.
Dauerschmerzen erfordern praktisch immer eine Kombination von verschiedenen
Therapieverfahren. Die auch für einen
Bei
nschmerz üblichen Therapieverfahren der
Speziellen Schmerztherapie sind:
* Bei der sog. kontinuierlichen Blockade mit Katheter wird ein dünner Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Ner ven eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht "aufgeschnitten" werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das Lokalanästhetikum (= örtliche Betäubungsmittel) völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Das örtliche Betäubungsmittel wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben. Dass die schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen Ner ven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche Durchblu tungssteigerung resultiert. Dies ist der Grund, warum diese Behandlungsmethode besonders bei Schmerz en, die auf eine verminderte Blutversorgung, auf entzündliche oder auch degenerative Prozesse zurückzuführen sind, hilfreich ist. Nach neueren Erkenntnissen ist diese Methode auch geeignet, das sog. Schmerzgedächtnis zu löschen, auch bei einem Beinschmerz.
Zum Schluß noch die gute Nachricht für alle Schmerzpatienten
Sozialgericht stärkt die Rechte von Schmerzpatienten. Danach hat ein Schmerzpatient das Recht in einer schmerztherapeutischen Klinik behandelt zu werden, er muß also nicht irgendeine der sonst üblicherweise angebotenen Rehabilitationen akzeptieren sondern kann unter Hinweis auf das Urteil gleich Widerspruch einlegen. Hier gelangen Sie zu dem Urteil (dieses gilt sinngemäß natürlich nicht nur für die Rentenversicherungen sondern auch für Krankenkassen), das mittlerweile rechtskräftig ist. Pressemitteilung dazu: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=051207009&phrase=schmerzklinik
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Aktualisiert: 15.09.2006 k u
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Abdomen,
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Schmerzen in
der Bauchhöhle,
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Berührungen,
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Bewegungen, chronische
Schmerzen in der Blase,
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Brustbein,
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Brustkorb,
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den Extremitäten,
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Fersen,
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Füße,
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(Flanken), Schmerzen
im Fuß,
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Fußsohle,
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Gliedern, Schmerzen
in der Harnblase,
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Hüftgelenk,
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Kniegelenk,
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im Leib (Bereich des
Leibes),
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Schulter,
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Steiß,
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Steißbein, chronische
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Unterarm,
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